Förderverein des Partnerschaftskomitees der Stadt Langenfeld e. V.
Förderverein des Partnerschaftskomitees der Stadt Langenfeld e. V.

2017

BILDER UNSEREr IRLAND-REISE 2017

UNSERE VERGNÜGTE REISEGRUPPE

EINDRÜCKE AUS ENNIS

BILDER AUS DEM COUNTY CLARE

Glenomra B&B

Eine gelungene Reise nach Ennis und durch das County Clare.

Vom 18.09. bis 23.09. reisten 15 Langenfelder nach Irland, um unsere Partnerstadt Ennis, Hauptstadt des County Clare, und Sehenswertes in Clare kennenzulernen.

 

Der Flug ging von Düsseldorf nach Dublin. Von dort ging es per Bus in den Westen Irlands nach Ennis. Der Empfang im Glenmora Bed and Breakfast war sehr herzlich, die Gruppe wohnte hier 5 Tage und wurde jeden Morgen mit einem phantastischen Frühstück verwöhnt.

 

Altersmäßig war die Gruppe quasi homogen, fast alle Reiseteilnehmer waren zwischen 60 und 70, die meisten waren bereits Rentner. Eine 20jährige Studentin, die sich in Ennis um ein Praktikum bewerben wollte und auch einen entsprechenden Platz im Bereich Soziales bekam, sprengte allerdings die Altersskala.

 

Diese Reise war eine rein touristische und war hervorragend von zwei Angehörigen des Partnerschaftskomitees (Schwerpunkt Reisen und Schüleraustausch) hervorragend geplant und durchgeführt. 

Abbey Street

Nach der Ankunft in Ennis und nachdem sich alle im Glenomra House eingerichtet hatten, ging es erst einmal zu Fuß in die Stadt. Wunderschön die vielen kleinen Geschäfte und die bunt angestrichenen Häuser. Auffällig auch die vielen Restaurants und Pubs.

St. Peter and Paul
Loophead

Am zweiten Tag gab es eine sehr informative Stadtführung, hin zu der alten Abbey, zu wichtigen Gebäuden und Kirchen, vor allem aber auch über die traurige Geschichte Irlands.

 

Der 3.Tag führte uns über das Städtchen Kilrush mit dem Vandeleur Garden zum Loop Head mit seinem Leuchtturm. Keiner von der Gruppe wusste bis dahin, dass eine lange Zeit nur Frauen den Beruf des Leuchtturmwärters ausüben durften. Eine wunderbare Wanderung entlang der Cliffs beendete den Tag, abends ging es selbstverständlich in ein Pub mit irischer Musik.

Cliffs of Moher

Der nächste Tag führte uns zu den berühmten Cliffs of Moher. Zunächst wanderten wir an den Cliffs entlang bei schönstem Sonnenschein, was in Irland nicht selbstverständlich ist. Regensachen sollte man immer dabei haben, Schauer können einen jederzeit überraschen. An den Cliffs war das Wetter gorgeous (herrlich), bei Regen ist es soft, bei stärkerem Regen damp (feucht).

 

Auf keinen Fall wollten wir auf die Bootsfahrt zu den Cliffs versäumen. So fuhren wir von dem Städtchen Doolin zur Bootsanlegestelle und fuhren trotz sehr bewegten Meeres an die Cliffs heran. Gut, dass der heftige Wellengang den meisten nichts ausmachte.

Friary

Der letzte Tag unseres Aufenthalts in Ennis stand zur freien Verfügung. Der größte Teil der Gruppe entschloss sich zum Besuch von Bunratty Castle mit seinem Folk Park, einem Freilichtmuseum, das über das Leben und Wohnen in früheren Zeiten sehr gut informierte.  

Ein Besuch einer oder mehrerer Veranstaltung im Rahmen der Culture Night in Ennis war ein krönender Abschluss dieses Tages.

Neben allen Sehenswürdigkeiten in und um Ennis darf aber auch unser Besuch im Rathaus von Ennis nicht unerwähnt bleiben. Die Gruppe wurde vom Bürgermeister von Ennis und dem Bürgermeister des County Clare empfangen. Der Empfang war sehr informell und z. Teil sogar lustig, denn ein Herr aus der Gruppe durfte die Amtskette überziehen, sich auf den Platz des Bürgermeisters setzen und mit Klingelzeichen fiktiv die Versammlung eröffnen.

 

Nur ungern verließ die Gruppe am nächsten Morgen Ennis. Per Bus ging es zurück zum Flughafen Dublin. Bis zum Abflug hatten wir noch genügend Zeit, uns die Stadt anzusehen, u.a. das berühmte Trinity College.

Abschließend bleibt nur zu sagen: es war eine wunderschöne, interessante Reise, die auf jeden Fall wiederholt werden sollte.

 

 Elke Markhoff

REISEBERICHTE VON LANGENFELDER SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER ÜBER IHREN AUFENTHALT IN ENNIS

Kurzbericht über meinen Irlandaufenthalt vom 25.02-08.04.2017

 

An meine Zeit in Irland erinnere ich mich gerne zurück. In den sechs Wochen habe ich viel erlebt und gelernt. Rückblickend denke ich, dass ich die Zeit sehr gut genutzt habe. Ich habe jedes Wochenende etwas unternommen, was ich auch zukünftigen Irland-Fahrern empfehlen würde. Sechs Wochen vergehen nämlich wie im Flug. Natürlich gab es auch ein paar nicht so schöne Dinge, aber auch das gehört zu solch einer Reise dazu.

Als mein persönliches Highlight würde ich das Surfen auf dem Atlantik in Lahinch bezeichnen. Mit dabei waren meine spanische Gastschwester und meine zwei Mitschüler aus Deutschland, welche inzwischen zu Freunden geworden waren. Unerfahren stürzten wir uns in die Wellen. Anders als erwartet hatte ich aber keine Angst, sondern musste die ganze Zeit lachen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und es gab sogar den ein oder anderen Erfolg.

Dieser Ausflug war nur ein Erlebnis unter vielen: Dem Besuch der Cliffs of Moher, den Fahrten in mehrere Städte u.a. nach Galway, dem Anschauen eines Hurling Spiels mit irischen Freunden und natürlich dem Miterleben des traditionellen St. Patrick´s Days.      

Der schulische Alltag war entspannt, da sich meine Klasse im „Transition Year“ befand, währenddessen man mehr auf das spätere Leben vorbereitet wird und kaum Hausaufgaben aufbekommt. Ich war im Mädchen-Soccer Team der Schule, was viel Spaß gemacht hat und mir die Möglichkeit gab, neue Bekanntschaften zu schließen und noch stärker in das Schulleben integriert zu werden. Wir haben gegen die Mannschaften einiger anderen Schulen gespielt und ich durfte z.B., statt des regulären Unterrichts, bei Spielen der Jüngeren Fotos machen und sie anfeuern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es eine sehr schöne Zeit in Irland war und ich sie am liebsten noch einmal erleben würde. Wer weiß, vielleicht fliege ich noch einmal nach Irland und sehe ein paar Leute wieder.        

 

Sarah

Mein Irlandaufenthalt

 

Im Februar dieses Jahres war ich für ca 6 Wochen in dem für mich schönsten Land der Welt. Ich war schon in vielen Ländern und an vielen beeindruckenden Orten, doch Irland ist etwas ganz besonderes. Diese  Wochen waren mit die besten Wochen in meinem bisherigen Leben. Ich durfte viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Ich könnte so viel von meinem Aufenthalt dort erzählen, doch meine schönste Erinnerung war ein sonniger und warmer Sonntag, was nicht wirklich oft in Irland vorkommt. An diesem Sonntag fuhren meine Gastmutter, ihr Vater und meine zwei Gastgeschwister mit mir nach Lahinch. Lahinch ist ein kleiner Ort am Meer, nahe der Cliffs of Moher.  Wir hatten eigentlich vor die Cliffs of Moher zu besuchen, doch auf Grund des wirklich guten Wetters, war dies unmöglich, da einfach zu viele Menschen dort waren. Wir entschieden uns, zu nicht sehr bekannten und kleineren Klippen zu fahren, die nur 10 Minuten von den Hauptklippen entfernt liegen. Als wir aus dem Auto stiegen, rochen wir alle schon die frische Meeresluft. Meine Gastfamilie und ich gingen über die Wiesen und gelangten zu den Klippen. Mein jüngerer Gastbruder sprang über die Risse, die sich auf dem Boden, durch die Verschiebung der Klippen gebildet hatten. Meine Gastmutter, ihr Vater, meine jüngere Gastschwester und ich folgten ihm. Als wir oben an den Klippen ankamen, konnte ich auf eine kleine Insel mitten im Meer blicken und auf die Cliffs of Moher. Diese Aussicht war einfach atemberaubend. Meine Gastgeschwister und ich kletterten, wie kleine Kinder über die Felsen und beobachteten, wie die Wellen an den Klippen brachen und das Wasser hochspritzte. Nach über einer Stunde gingen wir Richtung Auto zurück. Auf dem Weg nach Hause fuhren wir durch die Stadt, in der die Mutter meiner Gastmutter geboren und aufgewachsen ist. WIr hielten an einem alten Pub und tranken Cola und aßen Chips. Mein "Gastopa" unterhielt sich mit den anderen Leuten im Pub über Sport und meine Gastmutter erzählte mir, wie sich ihre Eltern kennenlernten. Dieser Tag war einer der schönsten Tage in Irland für mich. Daher, dass ich schon 4 Wochen dort war, konnte ich schon sehr flüssig und gut Englisch mit meiner Gastfamilie und anderen Menschen reden. An diesem Tag habe ich mich so glücklich und einfach wie Zuhause gefühlt. Ich würde jeder Zeit wieder dort hin zurück fliegen und empfehle jedem, dieses Land zu besuchen.

 

Victoria

Irland - 22.04 bis 29.05.2017

 

In der dritten Woche meines Irlandaufenthaltes kam eine Fahrschullehrerin an meine Schule. An diesem Tag, durften wir mit dem Auto fahren, und haben eine Führerscheinprüfung (Theorie) gemacht. Bei dieser musste man, um zu bestehen, mindestens 75% der Fragen richtig beantworten. Ich kam auf 65%, was nicht schlecht ist, wenn man bedenkt, dass ich die Prüfung ohne eine Stunde Theorie Unterricht absolviert habe. In der zweiten Hälfte des Vormittages haben wir gelernt, wie man einen Autoreifen wechselt. Dann durften wir endlich fahren. In Gruppen von 3 bis 5 Leuten sind wir abwechselnd in das Auto gestiegen und haben Auto fahren gelernt. Nachdem ich zum Start mindestens 5 Mal den Motor abgewürgt habe, konnte ich nun endlich aufs Gas drücken. Ich fuhr ein paar Runden auf den beiden Basketball Feldern der Schule. Dabei machte ich noch einige Fehler, wie zum Beispiel das betätigen von Kupplung und Bremse gleichzeitig, oder das betätigen von Gas und Kupplung. Beides sorgte für einen Schock bei der Fahrlehrerin. Im Endeffekt ist aber alles gut gegangen. Dieser Tag war einer der besten in meinem Irlandaufenthalt

Daniel

Aus Ennis wird Barcelona

Zusammen mit meiner Freundin Svenja bin ich sechs Wochen auf die Mädchenschule Colaiste Muire in Ennis gegangen. Mit dabei war auch meine spanische Gastschwester Tania, mit der ich bei Geraldine Hansbury und ihrer Familie gewohnt habe. In der Schule gab es in den Kursen ähnliche Fächer wie bei uns, angeboten wurde aber auch Japanisch und Deutsch. In Biologie war der Unterricht teilweise durch praktische Beispiele sehr anschaulich, mit dem Kunstkurs haben wir eine Exkursion nach Dublin gemacht. Am Wochenende waren unter anderem Limerick, Galway und die Cliffs of Moher schöne Ausflugsziele. Aus dem Irlandaustausch ist inzwischen eine Freundschaft entstanden: Am Anfang dieser Sommerferien habe ich Tania und ihre Familie für eine Woche in Spanien besucht.

Annica

Annica und Tania in Ennis
Annica und Tania in Barcelona

Ich war ganz am Anfang des Schuljahres für neun Wochen in Irland. Ich hatte mir vorgenommen, Menschen kennen zu lernen, nette Bekanntschaften zu schließen, die man vielleicht für kurze Zeit behält, einen losen Kontakt zu jemandem hat.

Ich hatte jedoch überhaupt nicht erwartet nach einem Gespräch auf dem Schulgang eine neue Freundin gefunden zu haben.

Wir haben jedes Wochenende etwas zusammen unternommen.

Das schönste Erlebnis waren die Cliffs of Moher. Es war zudem wettermäßig ziemlich typisch für Irland. Als wir dort ankamen, war es zunächst windig und es fing zusätzlich leicht zu regnen an. Sobald wir uns auf den Weg zu dem Wanderpfad an den Klippen entlang machten, wurde der Regen so stark, dass wir binnen weniger Minuten komplett durchnässt waren. Außerdem hinderte der Wind uns ziemlich am Laufen, sodass die ersten zehn Meter uns schon ziemlich viel Kraft abverlangten. Zu guter Letzt fing es natürlich auch noch an zu hageln-man sah nichts mehr. Toller Ausflug. Was wir aber nicht erwartet hatten: Nach ca. zehn Minuten im kalten Dunst hörte es plötzlich auf. Die Wolken verschwanden ganz plötzlich, die Sonne kam raus. Dank des Windes wurden wir ziemlich schnell trocken. In wenigen Minuten wurde es warm und im strahlenden Sonnenschein konnten wir an den Klippen entlanggehen. Diese sind wirklich wunderschön. Es ist ein traumhafter Anblick: Blauer Himmel, blaues Meer, grüne Weiden und die gewundenen Klippen. Vor allem für mich als Harry Potter Fan war es ziemlich aufregend, den Felsen aus dem sechsten Harry Potter Film zu sehen.

Auf den Klippen hat sich in dem Moment einfach alles richtig angefühlt. Das war der erste von mehreren Momenten, in den ich mich in dieses Land verliebt habe.

 

Johanna

Mein Aufenthalt in Ennis vom 07.01. bis 19.02.2017

 

Der Irlandaufenthalt war für mich schon etwas sehr Besonderes. Vor dem sechswöchigen Aufenthalt hatte ich mir schon viele Gedanken gemacht, wie es wohl werden würde. Zum Glück hatte ich schon vorher mit meiner Gastfamilie geskypt und gemerkt, dass sie alle sehr nett sind.

Als dann endlich der Anreise-Tag kam, waren wir alle sehr aufgeregt. Zusammen mit Freunden war die Anreise auf jeden Fall etwas entspannter, da man nicht ganz auf sich alleine gestellt war. Nach zwei Flügen (Düsseldorf -> London -> Shannon) und mehreren Wartezeiten, wurde jeder von seiner Gastfamilie empfangen und herzlich umarmt. Erst war die neue Umgebung noch sehr fremd für mich, doch spätestens nach einer Woche kannte ich mich schon gut in meinem neuen Zuhause aus. Auch in der Schule war zunächst alles sehr ungewohnt, doch die Lehrer waren (größtenteils) sehr nett und man lernte schnell neue Leute, auch vor allem Austauschschüler aus anderen Ländern, kennen. Der Alltag der irischen Familie war zwar ähnlich wie Zuhause, doch trotzdem ein bisschen anders, denn: die Schule (Colaiste Mhuire) fing erst um neun Uhr an und ich wurde sogar zusammen mit meiner Gastschwester  von der Gasttante jeden Tag zur Schule gefahren. Nach der Schule um ca. vier Uhr gab es dann einen kleinen Snack und um kurz vor sechs dann auch schon Dinner. Abends saßen wir dann noch vor dem Fernseher und wurden vom Kamin gewärmt. An Wochenenden verbrachte ich viel Zeit mit der Gastfamilie und traf mich auch noch mit meinen Freunden, die zur gleichen Zeit dort waren, und wir besuchten Städte in der Nähe.

Ein besonderes Erlebnis für mich war, dass ich mit meiner Kunstklasse an einem Tag mit dem Bus nach Dublin gefahren bin. Wir mussten schon früh losfahren und sind dann auch einige Stunden gefahren. Als wir in Dublin ankamen, war die Stadt schon sehr viel größer als die kleine Stadt Ennis und wir bekamen viele neue Eindrücke. Neben den Besuchen in Kunstgalerien konnten wir auch alleine in kleineren Gruppen die Stadt besichtigen und in manche Läden gehen. Dadurch habe ich viele neue Seiten von Irland gesehen!

Insgesamt war meine Zeit in Irland sehr schön, da ich viel erlebt und viele neue Leute kennen gelernt habe, zu denen ich immer noch Kontakt habe. Meine Gastmutter und ich schreiben auch noch sehr viel miteinander und ich habe mir fest vorgenommen, sie bald noch einmal zu besuchen. Außerdem hat sich mein Englisch dadurch verbessert und ich bin, glaube ich, auch selbstbewusster und selbstständiger geworden. Daher würde ich jedem den Irlandaufenthalt empfehlen, der gerade vor dieser Entscheidung steht!

 

Svenja

Die Mädchen-Schule Colaiste Mhuire
Ausflug meines Kunst-Kurses nach Dublin

ZUM AUSLANDSPRAKTIKUM NACH ENNIS

Schon etliche Langenfelder Jugendliche haben in der irischen Partnerstadt Ennis die Schulbank gedrückt. Mit der 18-jährigen Christin Manderla hat eine Schülerin nun erstmals ein Auslandspraktikum auf der grünen Insel absolviert, vermittelt durch das Partnerschaftskomitee der Stadt Langenfeld. Die Langenfelderin besucht am Wirtschaftsgymnasium des Erzbischöflichen Berufskolleg Marienberg Neuss die 12. Klasse und macht parallel dazu eine Ausbildung zur kaufmännischen Assistentin und Fremdsprachenkorrespondentin. „Das vierwöchige Praktikum war Bestandteil meiner Ausbildung“, erklärt Christin. „Als Europaschule bietet meine Schule ausgewählten Schülern die Möglichkeit, mit einem Stipendium von Erasmus+ ihr Praktikum im europäischen Ausland zu absolvieren.“

Christins Vater kam auf die Idee, sich beim Langenfelder Partnerschaftskomitee nach einem Praktikumsplatz in einer der Partnerstädte Langenfelds zu erkundigen – vorzugsweise in Ennis wegen der englischen Sprache. „Ich habe Michaela Detlefs-Doege meine Bewerbungsunterlagen zugeschickt und schon nach ein paar Wochen erhielt ich die Rückmeldung, dass ich mein Praktikum tatsächlich in Ennis machen könne“, berichtet die Schülerin, die in ihrer Freizeit gerne liest, Geige spielt und sich als Rettungsschwimmerin bei der DLRG engagiert. Zudem wurde ihr ein Kontakt zu Mary Morgan vermittelt. Deren Organisation Tara Placements ist dafür verantwortlich, Langenfelder Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien aus Ennis oder den umliegenden Ortschaften des County Clare unterzubringen.

Ihr Praktikum absolvierte Christin in der Bezirksverwaltung des County Clare, genauer gesagt in der Tourismusabteilung. „Mir wurden wichtige Aufgaben anvertraut und ich habe einen fundierten Einblick in die Arbeitsweise und die Organisation meines Praktikumsbetriebs bekommen“, freut sich die Schülerin. „Ich habe sehr viel gelernt und konnte auch das, was ich in meiner Schule gelernt hatte, etwa das Schreiben von Geschäftskorrespondenz oder das Telefonieren, dort anwenden und deutlich verbessern.“

Ihre Erwartungen an eine spannende und aufregende Zeit, in der sie viele neue Erfahrungen sammeln und in die Arbeitswelt in Irland eintauchen würde, haben sich laut Christin in höchstem Maße erfüllt: „Ich habe noch nie so viel Herzlichkeit und Offenheit wie in Irland erlebt“, sagt sie begeistert. „Die Hilfsbereitschaft meiner Kollegen und das Interesse, das mir entgegengebracht wurde, waren einfach riesig.“ Schon nach ein paar Tagen sei sie ein fester Bestandteil ihres Teams gewesen.

Auch Wochen nach ihrer Rückkehr erinnert sich Christin noch gern an das angenehme Arbeitsklima, die netten Kollegen und ihre Gastfamilie zurück, bei der sie während ihres vierwöchigen Aufenthalts in Ennis untergebracht war. „Ich bin unendlich dankbar für jede Erfahrung und jede Begegnung, die ich in Irland gemacht habe“, resümiert Christin. „Sei es bei der Sankt Patrick’s Day Parade mitzulaufen oder bei strahlendem Sonnenschein an den Cliffs of Moher zu stehen, mit meiner Gastfamilie am Strand von Lahinch und Doolin bei bestem irischen Nieselwetter herumzulaufen oder die Mannschaft von Clare beim Hurling anzufeuern.“

Aus ihrer Zeit in Irland nimmt sie mit, alles etwas entspannter und gelassener zu nehmen und offen und herzlich auf jeden zuzugehen, „because a stranger is just a friend you don’t know yetʺ. Nach ihrem Irland-Aufenthalt kann sie sich gut vorstellen, noch einmal für längere Zeit ins Ausland zu gehen, vielleicht nach dem Abitur für ein Jahr als Aupair nach Neuseeland.

Bericht/Rückblick

 

Hingerissen von der grünen Insel

„Meine Zeit in Irland war einfach super“, berichtet der 15-jährige Timo Aust begeistert. „In meiner Gastfamilie habe ich mich richtig wohl gefühlt, und die Iren sind generell ein total nettes, entspanntes und gastfreundliches Volk.“ Timos Augen leuchten, wenn er von den knapp fünf Monaten erzählt, die er im vergangenen Jahr auf der grünen Insel verbrachte. Untergebracht war der Schüler im kleinen Städtchen Gort, das etwa 25 Minuten von Langenfelds Partnerstadt Ennis entfernt liegt. Dort ging Timo auch zur Schule, besuchte die 11. Klasse der Gort Community School.

Zu Hause drückt der Langenfelder auf dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Hilden die Schulbank. Die 10. Klasse, hierzulande mittlerweile „Einführungsphase in die gymnasiale Oberstufe“ (EF) genannt, wollte Timo für einen Auslandsaufenthalt nutzen. Auf der Jugendbildungsmesse hatte sich die Familie zunächst über einen einjährigen USA-Aufenthalt informiert. „Wegen des anstehenden Latinums war mir ein ganzes Jahr dann aber doch zu lang“, erklärt Timo. Seiner Mutter Manuela waren die USA hingegen zu weit entfernt: „Wenn mein Sohn schon eine so lange Zeit fortgeht, sollte das Ziel zumindest leicht erreichbar sein.“ Und so fiel die Wahl auf Irland.

Vom Austauschprogramm des Konrad-Adenauer-Gymnasiums mit Ennis hatte die Familie von Nachbarn und Freunden bereits gehört, doch Timo besuchte ja eine andere Schule und wollte länger als die üblichen sechs bis acht Wochen bleiben. „Ich habe Kontakt zu Michaela Detlefs-Doege vom Langenfelder Partnerschaftskomitee aufgenommen und gefragt, ob es nicht auch für Timo möglich wäre, nach Ennis zu gehen“, berichtet seine Mutter. Sofort wurde ihr ein Kontakt zu Mary Morgan vermittelt. Deren Organisation Tara Placements ist dafür verantwortlich, die KAG-Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien aus Ennis oder den umliegenden Ortschaften des County Clare unterzubringen, bietet aber auch darüber hinaus Austauschprogramme an.

„Mit Tara Placements war Timos Auslandsaufenthalt schnell und unkompliziert geplant“, lobt Manuela Aust. „Zugleich fiel er wesentlich kostengünstiger aus als bei einer der bekannten Austauschorganisationen.“ Ein glückliches Händchen bewies Mary Morgan bei der Auswahl der Gastfamilie. „Erst waren wir erstaunt, dass Timo nicht nach Ennis kam, sondern nach Gort, was schon zum County Galway zählt“, so die Mutter weiter. „Doch Mary meinte, sowohl die Schule dort als auch die Familie würden prima zu Timo passen.“ Und damit sollte sie Recht behalten: Die Gasteltern, deren 16-jährige Tochter und der 13-jährige Sohn hießen den deutschen Austauschschüler herzlich willkommen und integrierten ihn sogleich ins Familienleben, zu dem auch drei Pferde und zwei Hunde zählen.

Von Mitte August des vergangenen Jahres bis zu den Weihnachtsferien ging Timo werktags von 9 bis 16 Uhr zum Unterricht und beeindruckte die Lehrer mit seinen guten Englischkenntnissen. „Mir wurde am Ende gesagt, dass mein deutscher Akzent kaum noch hörbar ist“, freut sich Timo. Das Zeugnis, das kürzlich per Post eintraf, zeigt durchweg prima Noten.

Seine Freizeit nutzte der Schüler, um das Land und seine Kultur besser kennenzulernen. So brachte er sich bei, die Bodhrán, eine irische Rahmentrommel, zu spielen und trat mit einer kleinen traditionellen Musikgruppe in Kirchen und Pubs auf. „Bei einem Musikfestival nahmen wir sogar an einem Weltrekordversuch teil“, erzählt Timo. „Mit 423 Musikern haben wir gleichzeitig ein irisches Volkslied gespielt – und hoffen nun, dass dies ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen wird.“

Angesichts der schlechten Internetverbindung auf dem Land entdeckte Timo zudem seine Liebe für das Porträtzeichnen: „Meine Gastmutter ist Kunstlehrerin und ich durfte an einem ihrer Kurse teilnehmen.“ Im Gegenzug verwöhnte er seine Gastfamilie mit deutschen Leckereien. „Meine Mutter hat mir Rezepte geschickt, und wir haben dann zusammen Rinderrouladen, Schnitzel und Pudding zubereitet.“

Auch heute, gut sechs Wochen nach seiner Heimkehr, steht Timo mit seiner Gastfamilie in regem Kontakt. „Sie wollen uns im Mai oder Juni besuchen kommen“, freut sich auch seine Mutter. Im vergangenen Jahr, unmittelbar vor Timos Aufenthalt in Gort, hatte Familie Aust den Sommerurlaub in Irland verbracht und dabei die Gastfamilie schon einmal kennengelernt. „Wir haben uns auf Anhieb prima verstanden.“ Auch in den kommenden Sommerferien geht es wieder auf die grüne Insel. „Wir haben uns alle sofort in das Land und die Leute verliebt“, schwärmt Manuela Aust. „Mein älterer Sohn überlegt sogar, eine Ausbildung in Irland zu machen. Ich kann nur jedem Schüler und auch den Eltern raten, sich auf ein solches Abenteuer einzulassen, denn es ist für alle Seiten sehr förderlich und es entstehen Freundschaften, die hoffentlich ganz lange halten.“

Katja Chalupka

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