Förderverein des Partnerschaftskomitees der Stadt Langenfeld e. V.
Förderverein des Partnerschaftskomitees der Stadt Langenfeld e. V.

2016

VHS-Abend: Bienvenue à Senlis – Langenfelds ältester Partnerstadt

 

Zu einem Informationsabend, der sich der französischen Partnerstadt Senlis widmet, laden die Volkshochschule und das Partnerschaftskomitee der Stadt Langenfeld am Donnerstag, den 10. November um 19.30 Uhr in den Flügelsaal/Kulturzentrum ein. Auch nach 47 Jahren Städtepartnerschaft gibt es in der malerischen Kleinstadt nördlich von Paris noch viel Neues zu entdecken. Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben auf einer virtuellen „Tour de Senlis“ Gelegenheit, die 16.000 Einwohner umfassende Gemeinde mit ihren verwinkelten Gassen, ihrer beeindruckenden Kathedrale und der gallorömischen Stadtmauer näher kennenzulernen. Für französisches Lebensgefühl sorgen kleine Appetithappen, Wein und die Kultlimonade Orangina. Der Eintritt ist frei; aus organisatorischen Gründen ist jedoch eine Anmeldung erforderlich (Kursnr. C1005).

 

Das Partnerschaftskomitee zeigt diesem Abend Möglichkeiten auf, wie Langenfelder Bürgerinnen und Bürger am Austausch mit Senlis aktiv mitwirken können. Vergangene und geplante Aktivitäten werden vorgestellt. Dabei kommen auch Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus beiden Städten zu Wort, die über ihre gemeinsamen Erlebnisse berichten. Zahlreiche Freundschaften sind über die vielen Jahre entstanden. Die gute Erreichbarkeit – Senlis ist nur 4,5 Autostunden entfernt – erleichtert die Kontaktpflege.

 

Interessenten können sich bei der Volkshochschule Langenfeld für den Senlis-Infoabend (Kursnr. C1005) anmelden: im Rathaus im Zimmer 005, telefonisch unter 794-4555/-4556 oder online unter www.vhs-langenfeld.de

RP 02.06.2016 - Schüleraustausch

AWO-Senioren zu Besuch in Senlis

 

 

Jedem Besucher des Siegfried Dißmann Hauses fielen am Morgen des 21. April 2016 die vielen Koffer im Eingangsbereich auf. „Wo geht es denn hin?“. Unisono kam die freudige Antwort: „Zum Austauschbesuch nach Senlis!“.

14 Teilnehmer*innen trafen sich am frühen Morgen, um gemeinsam zu frühstücken, letzte Absprachen zu treffen und fehlende Handynummern auszutauschen. Ein Teil der Gruppe war schon mindestens einmal in der Partnerstadt gewesen, der andere Teil kämpfte mit seinen gemischten Gefühlen. „Wir können die französische Sprache weder sprechen noch verstehen. Wie sollen wir uns in den Gastfamilien verständigen? Wo werde ich während des Besuches untergebracht sein?“.

Nachdem alle gesättigt, die Koffer und das Picknick in zwei Kleinbussen verstaut waren, wurde noch ein Erinnerungsfoto gemacht. Und schon konnte die Reise bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen starten. Manch einer bedauerte während der Fahrt, keine Sommersachen eingepackt zu haben.

 

Da auf dem belgischen Rastplatz, auf dem man ein Picknick geplant hatte, keine Tische und Bänke vorhanden waren, wurde kurzerhand eine Mauer umfunktioniert, sogar eine Tischdecke hatten die Reisenden im Gepäck. Jeder hatte etwas dazu beigetragen, so dass ein abwechslungsreiches Picknick gelang. Sogar zwei Sektflaschen fanden sich in den Tiefen des Picknickkorbes. Mit einem Glas Sekt wurde auf das Gelingen des Austauschbesuches angestoßen. Auch die Fahrer durften einmal nippen. Vor der Weiterreise gab es noch Dehn- und Lockerungsübungen, die der mitreisende Vorsitzende des Langenfelder AWO Ortsvereins Klaus Kaselofsky anleitete und auch mit ausführte. Dann ging es gestärkt weiter.

 

In Senlis angekommen und nach einer kurzen Begrüßung durch das Empfangskomitee trafen sich die Langenfelder in der Senliser Arena mit den schon früher angereisten Senioren aus Montale. Ein kurzer Blick hinüber und herüber. Wen kennt man schon? Und los ging das Umarmen, Drücken und das Sprachenwirrwarr. Manch ein Unbekannter kam im Überschwang der Gefühle ebenfalls in den Genuss einer Umarmung.

Nachdem man dann wieder im „Salle de l’Obelisque“, dem Bürgersaal von Senlis angekommen war, erfolgte die offizielle Begrüßung durch den Vorsitzenden des Senliser Partnerschaftskomitees Philippe Jamet. Auch die Bürgermeisterin Madame Pascale Loisel war anwesend und sprach ein paar Begrüßungsworte an die Gäste aus den Partnerstädten. Nachdem dann der Aperitif getrunken und der Kontakt mit den Gastfamilien hergestellt war, war ein jeder gespannt, was ihn denn nun erwarten würde. Denn der erste Abend sollte zum gegenseitigen Kennenlernen in den Gastfamilien verbracht werden.

 

Das Zusammentreffen am Freitagmorgen begann dann mit den Sätzen: „Und? Wie wohnst du? Was gab es zum Frühstück?“ Reihum wurden die Erfahrungen ausgetauscht, bevor es zum Schloss Montataire ging. Nach einem Begrüßungscocktail und einem Gruppenfoto auf der Schlosstreppe, gab es ein mehrgängiges Menü in einem wunderschön gestalteten Raum des Schlosses. Beim Rundgang durch das Gelände erklärten der Schlossherr Francois Xavier Bernet und seine Tochter Marie-Astride die Geschichte des Schlosses. Leider war das sommerliche Wetter nicht von Dauer, so dass mittlerweile ein frischer Wind wehte und die Sonne sich immer öfter hinter den Wolken versteckte.

 

Das Abendessen und das Abendprogramm fand wieder im Salle d‘Obelisque statt. Wie üblich steuerten die Italiener den Gesang bei, während die Langenfelder sich eine besondere Überraschung ausgedacht hatten:

 

2005 hatte Wida Beck, die Leiterin der Begegnungsstätte im Siegfried Dißmann Haus, damals den Anstoß zum Seniorenaustausch gegeben und 2006 konnte der erste Besuch stattfinden, und zwar in Senlis. Dieses Jahr wurde also das 10-jährige Gelingen dieser Partnerschaft gefeiert. Deshalb hatte die Gruppe eine Aufführung einstudiert, die den Werdegang der letzten 10 Jahre aufzeigte, einschließlich des Dazukommens 2010 der Senioren aus Montale. Seitdem ist es ein Dreiländeraustausch geworden. Der Sketch war unterhaltsam und löste vielfachen Applaus und viel Gelächter bei den Zuschauern aus und endete mit der Bitte der Senliser, diesen Sketch am drauffolgenden Abend erneut aufzuführen, wenn die Gastfamilien und auch die Bürgermeisterin anwesend wären.

 

Samstagfrüh trafen sich die Langenfelder mit den Senioren aus Montale und Senlis und fuhren nach Pierrefond. Das Schloß und das romantische Örtchen begeisterten alle. Trotz des bewölkten Himmels schaffte die Sonne es ab und zu hervorzukommen. Das verlieh allem ein besonderes Strahlen. Auf dem Rückweg nach Senlis machte die Autokolonne Halt in Saint Jean aux Bois, einem malerischen Örtchen. Im Herzen des Waldes von Compiegne verbirgt sich eine Abtei aus dem 13. Jahrhundert. Von dem Benediktinerkloster sind nunmehr nur die Abteikirche und eine Gasse mit Häuschen, in denen die Nonnen einst lebten, erhalten. Dort wurde 1937 das Liebeslied „Les amants de St. Jean“ geschrieben, das seitdem viele Künstler interpretierten.

Wegen des mittlerweile starken Windes und der abgekühlten Temperaturen wurde das geplante Picknick kurzerhand in die Räume des Senliser Gemeindesaals verlegt. Gestärkt machten sich die Besucher*innen aus Langenfeld auf den Weg, um die Senliser Innenstadt und die Kathedrale zu besichtigen. Auch wer beim Langenfelder Stadtfest noch nicht genug von der Kirmes hatte, konnte das Vergnügen verlängern. Denn in Senlis war an diesem Wochenende in der Stadtmitte eine Kirmes aufgebaut.

 

Wida Beck, die schon mehrfach in Senlis war, nutzte die Gelegenheit um mit den Senioren aus Montale den Park des Schlosses Valgenceuse zu besichtigen. Dieser wird alljährlich im Rahmen der europaweiten „Offenen Gartenpforte“ für Besucher geöffnet und lockt mit verschiedenen Aktionen. Reichlich müde vom vielen Laufen trafen sich dann alle im Gemeindesaal und verbrachten die Zeit bis zum Abend mit Karten- und Würfelspielen. Nach dem Abendessen, zu dem auch die Bürgermeisterin von Senlis, Madame Pascale Loisel anwesend war, wurde man zwar etwas wehmütig, weil das Ende des Besuches nahte. Allerdings heiterte die Wiederholung des Sketchs die Stimmung wieder auf. Selbst die Personen, die den Sketch schon am Vorabend gesehen hatten, erlebten eine Überraschung, denn der „Nummernboy“, Herbert Hölzenbein, zeigte sich als „Nummerngirl“ im hellblauen Kostüm.

 

Aber auch die Langenfelder Senioren erlebten eine Überraschung, denn am Endes des Sketches ging das Licht aus und eine Geburtstagstorte mit Kerzen wurde ihnen in Begleitung eines Geburtstagsliedes überreicht. Mit einem gemeinsamen Frühstück endete am Sonntag der Austauschbesuch. Wieder mit vielen Umarmungen, Küsschen und dem Versprechen in Kontakt zu bleiben. Und ganz vielen Lobesworten an Ingrid Coiffet, die den Besucher*innen die ganze Zeit über eine ständig anwesende Ansprechpartnerin war. Außerdem kann sie ausgesprochen gut Deutsch sprechen.

Im Gegensatz zu dem Hinweg war die Rückreise bedeutend unangenehmer, da Schneefall, Starkregen und eingeschränkte Sicht die Fahrt erschwerten und die Fahrer mehr anstrengten. Lachend wurden die Wetterkapriolen mit den Worten kommentiert: „Was waren wir lange in Frankreich gewesen, im Sommer hingefahren und im Winter zurückgekommen“.

 

Und nächstes Jahr geht es gen Montale. Und hoffentlich ohne Schnee.

Wida Beck

Gymnasium lässt Schüleraustausch

mit Senlis wieder aufleben

 

 

Der regelmäßige Austausch von Schülerinnen und Schülern aus den beiden Städten Langenfeld und Senlis hat eine lange Tradition in der nunmehr 47-jährigen Geschichte dieser deutsch-französischen Partnerschaft.

 

War der regelmäßige Austausch ganzer Klassen oder größerer Schülergruppen in den vergangenen Jahren ein wenig eingeschlafen, lässt das Konrad-Adenauer-Gymnasium diese großartige Form des Austausches mit dem nun begonnenen Schuljahr wieder aufleben.

 

In Senlis konnte das „Collège de la Fontaine des Prés als Partner gewonnen werden. Zusammen mit der Deutschlehrerin Elisabeth Delcourt wurde dieser Schüleraustausch nun erstmalig realisiert. Dafür wurden per Rundschreiben motivierte Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse gesucht, die daran interessiert sind, nach Senlis zu fahren und bei einer französischen Gastfamilie zu wohnen. Im Gegenzug erklärten sich die teilnehmenden Jugendlichen und deren Familien dazu bereit, für die Dauer des Gegenbesuchs das Kind ihrer Gastfamilie bei sich zu Hause aufzunehmen.

„Der Eindruck, den sie sowohl im Collège, als auch in den Gastfamilien hinterlassen und die Erfahrungen, die die französischen Gastschüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer  machen, werden maßgeblich die weitere Zusammenarbeit zwischen den Schulen bestimmen. Daher wurden die Schüler und Eltern gebeten, sicherzustellen, dass alle den Herausforderungen gewachsen sind, sich in einem fremden Land in einer fremden Familie zurecht zu finden, sich den Gepflogenheiten der Gastfamilie und den Regeln des Collège anzupassen und der Gastschwester oder dem Gastbruder einen unvergesslichen  Aufenthalt in Langenfeld zu gestalten“, sind sich der Vorsitzende des Langenfelder Partnerschaftskomitees Elmar Widera und die drei am Konrad-Adenauer-Gymnasium verantwortlichen Lehrerinnen Catharina Deneke, Maren Hermeier und Frauke Wintermann einig.

Vom 14. bis 20. März sind nun 21 Jugendliche aus Senlis in Langenfeld zu Gast, um hier Leben und Alltag in der Schule und in der Freizeit mitzuerleben. Auf dem Programm des sechstägigen Aufenthalts stehen neben einem Besuch des Kölner Doms und des Kletterparks in Köln auch eine Langenfelder Stadtrallye sowie die Teilnahme am Unterricht des Gymnasiums. Am Freitagabend wird von den Langenfelder Gastfamilien ein gemeinsames Abschiedsgrillen organisiert.

Am Dienstag ließ es sich Bürgermeister Frank Schneider nicht nehmen, die Gäste aus der französischen Partnerstadt im Bürgersaal des Rathauses herzlich willkommen zu heißen.

Im Rahmen dieses Empfangs dankte er allen, die Anteil an dem Wiederaufleben der Tradition des Austausches von Kindern und Jugendlichen der beiden Städte haben. „Es ist der richtige Schritt, die Kontakte zwischen unseren Städten nachhaltig zu intensivieren. Besonders eine Regelmäßigkeit und damit Verlässlichkeit des Austausches lassen eine Partnerschaft erst richtig lebendig werden“, so Frank Schneider, der sich von diesem gegenseitigen Besuch eine Initialzündung für ein Austauschprogramm erhofft, das eine Intensität erreichen möge, wie in den ersten Jahren der Partnerschaft zwischen Langenfeld und Senlis.

Der Gegenbesuch der Langenfelder KAG-Schülerinnen und Schüler ist vom 9. bis zum 15. Mai 2016 geplant.

 

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