Lorch-Reise vom 18.09. bis 20.09.2026
Reisebericht Lorch und das Rheingau
Tag 1 Anreise und Lorch
Seit 31 Jahren gibt es die Weinpatenschaft zwischen Langenfeld und Lorch am Rhein im schönen Rheingau. Viele im Förderverein kannten dieses Städtchen noch nicht und daher wurde beschlossen, es einmal kennen zu lernen. Am 18. September machten sich also morgens 25 Leute mit einem Bus auf den Weg dorthin.
Unser fantastischer Busfahrer Udo erzählte uns auf der Fahrt, die bei strahlendem Sonnenschein am Rhein entlang ging, allerlei Wissenswertes über die Burgen und Schlösser, die wir passierten.
In Kamp-Bornhofen wurde sich im Restaurant „Rhein König“ erstmal gestärkt, bevor es weiter nach Lorch ging.
Dort angekommen, wurden wir von Bürgermeister Oliver Lübeck herzlich begrüßt. Wir überreichten ihm einen Bildband über unsere Stadt und einen Untersetzer mit den Koordinaten von Langenfeld, damit er demnächst mal den Weg zu uns finden kann. Beim Begrüßungsumtrunk wurden nette Gespräche geführt und geplaudert.
Anschließend ging es mit dem Städteführer Herrn Schneider durch Lorch. Wir besichtigten die Kirche St. Martin mit dem großen Schnitzaltar, eine Stiftung der Lorcher Adelsgeschlechter. Die Organistin verzauberte uns mit Orgelklängen. Später durften wir alle nach oben, um uns diese Orgel mit dem Riesling-Register anzuschauen. Stephan durfte auch darauf spielen und so erklang dann dort das Langenfelder Heimatlied von Manfred Stuckmann aus 25 Kehlen. Es gab auch sonst einiges in Lorch zu sehen, wie den historischen Wehrturm Strunk, das Rathaus, eine alte Holzweinpresse, das Hilchenhaus von 1546…
Nach dem Zimmerbezug im „Alten Schulhaus“, wo einst von 1933 bis 2007 die Schüler in der „Wisperschule“ lernten, ging es dann zur Weinprobe zum Weingut Laquai. Anschließend konnten wir dort auch unser Abendessen einnehmen.
Tag 2 Klöster und Schlösser im Rheingau
Um 9.00 Uhr starteten wir mit dem Bus und Herrn Schneider an Bord zu unserer Rheingau-Tour.
Unser erster Besuch galt dem eindrucksvollen Kloster Eberbach in Eltville am Rhein. Das Kloster zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen historischer Klosterbaukunst. Hier wurde 1986 der Film „Der Name der Rose“ von Umberto Eco mit Sean Connery gedreht. Bei unserem Rundgang erfuhren wir auch, dass es seit 1803 im Kloster keine Mönche mehr gibt, es wird nur noch als Museum, Veranstaltungsort, sowie Weingut genutzt.
Dann ging es weiter zu Schloss Vollrads. Wunderbar in Weinbergen gelegen in der Nähe von Oestrich-Winkel liegt es auf einer Höhe von 160 Metern. Der markante Wohnturm prägt seit Jahrhunderten das Erscheinungsbild des Schlosses. Es zählt zu den ältesten Weingütern der Welt und ist heute im Besitz der Nassauischen Sparkasse, die Schloss und Weingut als historische Einheit fortführt.
Der nächste Stopp war Schloss Johannisberg. Seit 1720 wird hier ausschließlich Riesling angebaut und durch Zufall dann auch 1755 die Spätlese entdeckt, und diese gilt seither als Aushängeschild. Goethe besuchte mehrmals das Schloss und noch heute erinnert der sogenannte „Goetheblick“ an den Dichter und seine Begeisterung für das Panorama. Auch wir genossen diesen grandiosen Ausblick bei herrlichem Kaiserwetter.
Weiter ging es zur Wallfahrtskirche St. Hildegard, sie steht auf dem Grund und Boden der von Hildegard von Bingen 1165 gegründeten Benediktinerinnenabtei Eibingen. 38 Nonnen bewirtschaften das Kloster und ein 8 ha großes Weingut. Hier machten wir unsere Mittagspause und stärkten uns mit einem leckeren Eintopf.
Nun wartete noch das Niederwalddenkmal bei Rüdesheim auf uns. Wir bestaunten das 38 Meter hohe Denkmal aus dem Jahr 1883, das an die Gründung des deutschen Kaiserreichs 1871 erinnert. Die „Germania“ gehört zu den Nationaldenkmälern Deutschlands und ist Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.
Und wenn man schon mal in der Nähe von Rüdesheim ist, darf natürlich die dortige Drosselgasse nicht fehlen. Hier hatten wir dann nach einer kleinen Führung etwas Freizeit, die jeder für sich selber nutzte.
Den Abschluss des Tages bildete dann unser gemeinsames Abendessen im „Hilchenkeller“ in Lorch. Ein paar Unentwegte machten sich danach noch auf, um in lauschiger Nacht bei einem Gläschen Riesling bei „Rheingau Moments“, einem Weinstand am Rheinufer, den Tag ausklingen zu lassen.
Tag 3 Rückreise
Nach der Kofferverladung begleitete uns Herr Schneider noch zur Loreley. Bei einem Rundgang auf dem 132 Meter hohen, steilen Schieferfelsen in der Rheinschlucht bei Sankt Goarshausen, erzählte er uns noch Einiges über die tiefste und engste Stelle des Rheins und vergaß natürlich nicht den Mythos und die Romantik der „Jungfrau Loreley“. Wir ließen es uns daher nicht nehmen, Herrn Schneider beim Abschied noch das Lied von der Loreley zu singen.
Ohne ihn ging dann die Heimreise weiter. Wir besuchten noch Koblenz, wo jeder wieder Freizeit hatte. Einige fuhren mit der Seilbahn hoch zur Festung Ehrenbreitstein, andere machten mit der Bimmelbahn eine Erkundungsfahrt…
Um 17 Uhr kamen wir alle wieder wohlbehalten in Langenfeld an.
Es war ein sehr interessantes Wochenende, wir haben sehr, sehr viel gesehen.
Fazit: Lorch und das Rheingau sind immer eine Reise wert.
Text: Helga Kohl
Alle Fotos: Helga Kohl
Danksagung der Stadt Lorch für unseren Besuch