Förderverein des Partnerschaftskomitees der Stadt Langenfeld e. V.
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2025

 

Unsere spannende Jubiläumsreise nach Köthen im September 2025

 

Tag 1: Anreise und Porta Westfalica

Am 11. September 2025 jährte sich die Städtefreundschaft mit der Bachstadt Köthen zum 35. Mal. Daher haben sich einen Tag vorher 28 Leute aufgemacht, um mal zu schauen, wie es da so aussieht.

Auf dem Weg dorthin wurde die erste größere Pause an der Porta Westfalica gemacht. Dort haben wir nicht nur ein leckeres Mittagessen gehabt, sondern auch das beeindruckende, mächtige Denkmal vom deutschen Kaiser Wilhelm bewundert, dass 1896 zu seinen Ehren dort erbaut wurde. Bei schönem Wetter genossen wir zusätzlich einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt.

Unser Abendessen nahmen wir im Hotel Stadt Köthen ein, wo wir auch genächtigt haben. Dort trafen wir dann Brigitte Tacke, stellvertretende Vorsitzende im Stadtrat Köthen, Vorsitzende der Senioren-Union und ehemalige Landtagsabgeordnete. Ich hatte sie in Langenfeld bei einem Treffen der Senioren Unionen beider Städte kennen gelernt. Sie begleitete uns dann auch fast die ganze Zeit über.

 

Tag 2: Köthen und Sachsenspiegel

Am nächsten Tag wurden wir um 9 Uhr vom Stadtführer Christian Ratzel abgeholt, der mit uns einen Rundgang durch Köthen machte. Im Herzen der Stadt liegt das hufeisenförmige Schloss. Es diente von 1244 – 1847 als anhaltische Fürstenresidenz. Sehr bemerkenswert ist hier der Spiegelsaal. Stephan durfte auch auf einem Clavichord, einem der ältesten besaiteten Tasteninstrumenten spielen. 28 Kehlen begleiteten ihn dann dabei, als er ein kölsches Lied ("en unserem Veedel") anstimmte. Herr Ratzel zeigte und erzählte uns sehr viel Wissenswertes, bevor er uns dann pünktlich um 11 Uhr zum Empfang der Oberbürgermeisterin Christina Buchheim ins Rathaus brachte. Hier ging es dann darum, die im Zuge der Wiedervereinigung begonnene Freundschaft weiter zu intensivieren und neue Kontakte zu knüpfen. Wir überreichten als Gastgeschenk der OB einen Geschenkkarton mit u.A. diversen Langenfeldern Köstlichkeiten. Bei einem Gläschen Sekt wurde dann noch ein wenig geplaudert.

Anschließend fuhren wir nach Reppichau zum Sachsenspiegel, dem Vorläufer des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), ein Kunstprojekt, das deutsche und europäische mittelalterliche Rechtsgeschichte präsentiert. Brigitte Take sorgte durch ihren Kontakt zu Herrn Erich Reichert, dem Gründer und Vorsitzendem des Vereins „Eike von Repgow“, dafür, dass er uns durch dieses interessante Freiluftmuseum führte.

Das Abendessen hatten wir dann in gemütlicher Runde, zu der sich noch ein paar Köthener gesellten, im Brauhaus Köthen.

 

Tag 3: Dessau, Wörlitzer Gartenreich und Kuhfest

Der folgende Tag führte uns nach Dessau, wo wir im Bauhausmuseum eine Führung hatten. Hier werden über 1000 Exponate aus der Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau gezeigt, darunter Originale wie Möbel, Leuchten, Textilien, Fotografien, Zeichnungen und Werke bildender Kunst.  

Anschließend ging es zum Wörlitzer Gartenreich, UNESCO-Welterbestätte seit dem Jahr 2000. Hier enterten wir 2 Gondeln. Aufgrund des gesunkenen Wasserspiegels konnten wir leider nicht in die Kanäle des Parks fahren, aber bei der Rundfahrt erhielten wir doch viele informative Details und entdeckten die Wörlitzer Anlagen wunderbar vom See aus.

Unser Abendessen nahmen wir im Kornhaus Dessau ein, einem Rundbau, direkt an der Elbe gelegen, dass zu den Bauhausbauten Dessau gehört.

Nachdem wir wieder in Köthen waren, hatten wir die Möglichkeit auf das 32. KuKaköthener Kuhfest, so wird das Stadtfest dort genannt, zu gehen. Es findet über das ganze Wochenende auf dem Schlosshof statt. Hier gab es viel Musik, Spaß und leckere Getränke.

Leider mussten wir dann wieder unsere Koffer packen, denn es ging am nächsten Tag heimwärts.

 

Tag 4: Grenzlandmuseum und Heimreise

Auf der Rückreise machten wir noch einen Stopp im Grenzlandmuseum Eichsfeld, dass sich auf dem Gelände des ehemaligen innerdeutschen Grenzübergangs Duderstadt-Worbis befindet. Die Ausstellungen verteilen sich über verschiedene historische Gebäude sowie die Außenanlagen am ehemaligen Todesstreifen. Themenschwerpunkte sind das DDR-Grenzregime, das Leben mit der Grenze in Ost und West sowie die Friedliche Revolution und Grenzöffnung des Jahres 1989. Ausgehend von den Erfahrungen des geteilten Eichsfeldes wird hier deutsche und europäische Nachkriegsgeschichte verständlich dargestellt.

Mit vielen neuen Eindrücken kamen wir dann am frühen Abend wieder in Langenfeld an.

 

Text und Bilder: Helga Kohl

 

Das Jubiläum im Amtsblatt Köthen (Seite 1)

Vollständiger Artikel zum 35. Jahrestag
Amtsblatt Köthen 29.08.2025.pdf
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